Pech für Kindermannschaft bei Wettkämpfen in Gahry

Beim Feuerwehrfest in Gahry legten sich auch die Kindermannschaften mächtig ins Zeug.

 
Beim Feuerwehrfest in Gahry legten sich auch die Kindermannschaften mächtig ins Zeug. FOTO: Gerd Kundisch
Gahry. In Gahry wurde kürzlich große gefeiert. Anlass war das Jubiläum zum 80-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr. Fast das ganze Dorf war beim Festumzug und den anschließenden Wettkämpfen mit dabei. Von Gerd Kundisch
 

Die Attraktion des großen Festumzuges zum 80-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Gary am Wochenende war eine Handdruckspritze aus dem Gründungsjahr 1925 der Wehr. Die Bohsdorfer Lustigen Musikanten führten den Festzug an. Gezogen wurde die Pumpe von zwei Pferden. Gerhard Hannaske aus Trebendorf lenkte das Gefährt. Beinahe das ganze Dorf war auf den Beinen, säumten die Straßen und begleiteten den Umzug auf seinem Weg zum Festplatz.

Mit dabei waren die Wehren aus Trebendorf, Mattendorf, Simmersdorf, Sergen und Groß Schacksdorf. Gahrys Ortswehrführer Jürgen Dollan bereitete alle Wehren auf den Start zum Löschangriff „nass“ vor.

Als erste starteten die Kindermannschaften aus Gahry und Mattendorf, die wie sich später zeigte vom Pech verfolgt wurden. Bei beiden konnte eine Wertung des ersten Laufes nicht erfolgen. Bei den Gahryern kam vorn kein Wasser an und bei ihren Kontrahenten aus Mattendorf löste sich bei vollem Wasserdruck das Strahlrohr. Beim zweiten Versuch bekam die zehnjährige Jenny Hanske eine Kupplung der Schlauchlängen nicht dicht und wurde völlig nass gespritzt. Dieser Lauf konnte ebenfalls nicht gewertet werden. Auch den Mattendorfern erging es nicht viel besser – bei ihnen löste sich gleich mehrmals die Saugleitung. Sie bekamen sie jedoch letztlich wieder zusammen und erreichten ihr Ziel in einer Zeit von 1,25 Minuten. Mattendorfs Bürgermeister Egbert Piosick kommentierte das Ergebnis mit den Worten: „Zeit ist Zeit und Einsatz ist Einsatz – wir haben gewonnen!“

In der nächsten Kategorie standen sich die Jugendmannschaften aus Trebendorf, Mattendorf und Gahry gegen-über. Noch im ersten Lauf lag Trebendorf II mit einer Zeit von 32,06 Sekunden vorn. Dieser Bonus änderte sich im darauf folgenden Lauf ziemlich schnell. Mit 31,5 Sekunden waren die Gahryer besser und standen auf dem Siegertreppchen, gefolgt von Trebendorf II (32,06 Sekunden), Mattendorf (33,55 Sekunden) und Trebendorf I (36,42 Sekunden).

Anschließend waren die Männer dazu aufgerufen auf der verlängerten Strecke um die Pokale zu kämpfen. Im ersten Lauf lag Simmersdorf mit 33,41 Sekunden noch vorn. Auch hier entschied der zweite Lauf alles. Den ersten Platz erreichten die Kameraden der Groß Schacksdorfer Wehr in einer Zeit von 30,74 Sekunden. Auf den Plätzen folgten Trebendorf (32,74 Sekunden), Simmersdorf (33,0 Sekunden), Sergen (33,91 Sekunden) und Gahry (39,51 Sekunden).

Die Gastgeber hatten Pech und konnten sich im entscheidenden zweiten Lauf nicht mehr verbessern. Bei ihnen hatte sich der Schlauch verfitzt, so dass sie in der Eile der Zeit den Knoten nicht lösen konnten.

Moderiert wurden die Wettkämpfe von Tobias Müller aus Trebendorf, der mit seiner „Top-Music“ auch für die musikalische Unterhaltung sorgte. Im Anschluss an die Wettkämpfe und noch vor der Siegerehrung hieß es für fünf Einzelstarter die 100 Meter lange Hindernisbahn mit Eskaladierwand, Laufbalken, dem Kuppeln des Wasserverteilers und des Strahlrohres in schnellstmöglicher Zeit zu bewältigen. Als die Stoppuhren stehen blieben stand die Reihenfolge fest: Der erste Platz ging an Tommy Paulick aus Gahry (17,47 Sekunden), gefolgt von René Frost von der Freiwilligen Feuerwehr Zerre/Team Lausitz (18,95 Sekunden), Tony Heinze aus Gahry (24,74 Sekunden), Paul Nestler aus Trebendorf (29,88 Sekunden) und Marcel Burborsky aus Mattendorf (33,40 Sekunden).

Im Ergebnis hob Ortswehrführer Jürgen Dollan die Einsatzbereitschaft der Kameraden hervor und gratulierte den Besten zu ihrer Leistung. Außerdem dankte er allen fleißigen Helfern, die beim Fest mitgearbeitet haben, insbesondere Tischlermeister Dietmar Woidtow für die Unterstützung.

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