Döberner Feuerwehr erinnert sich an Schnee-Chaos

Knackige Minustemperaturen noch vor einer Woche, frühlingshaftes Wetter in den nächsten Tagen. Die Feuerwehren im Amt Döbern-Land können erst einmal aufatmen. Sie hatten sich in den vergangenen Tagen auf schwierige Einsätze vorbereitet.

 
An den Extremeinsatz für die Kameraden der Feuerwehr in luftiger Höhe auf den Dächern der Agrargenossenschaft Gahry erinnert sich der Döberner Ordnungsamtschef. © Foto: Angela Hanschke
 
Die Winterausrüstung können die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr erst einmal wegräumen. Die nächsten Tage versprechen wie eher frühlingshafte Temperaturen.
Die Schneefälle und das darauffolgende Glatteis in den vergangenen Tagen hatten bei Jernou Chahin, dem Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit Amt Döbern-Land, Erinnerungen an die letzten Dezembertage im Jahre 2010 geweckt. Damals türmten sich bei ähnlicher Witterung Schneeverwehungen bis zu einem knappen Meter nicht nur auf den Gehwegen, sondern auch auf den Flachdächern der Rinderställe in der Agrargenossenschaft Gahry. Die Feuerwehren aus Gahry und Jethe leisteten in fünf Metern Höhe einen Einsatz mit Schneeschiebern, um die verharschte Schneeschicht zu entfernen.

Drei Unfälle wegen Glätte

Obwohl auch in diesem Jahr ebenfalls eine Menge Schnee gefallen ist, gab es für die Feuerwehr des Amtes Döbern-Land erstaunlicherweise sehr wenige Einsätze. Lediglich zu drei Verkehrsunfälle: einmal hatte es in Tschernitz gekracht, zwei Mal musste die Feuerwehr nach Bohsdorf und auf die B115 ausrücken.
Zudem wurden die vergangenen Tage vielerorts für intensive und anspruchsvolle Ausbildungen genutzt. Insbesondere wurde das Vorgehen bei Verkehrsunfällen praxisnah erprobt.
Dutzende Schlittschuhläufer tummelten sich während der Kälte auch auf den Teichen in der Region. „Rettungsaktionen von Eisflächen haben wir durchschnittlich einmal jährlich. Zwischen 2017 und 2020 wurde diese Hilfe vier Mal benötigt“, so Chahin.
 

Feuerwehr rückt zum Felixsee aus

Vor ein paar Tagen rückten die Ortswehren aus Bohsdorf und Klein Loitz mit den beiden Tanklöschfahrzeugen samt aufmontierten Leiterteilen nach einem Alarm aus. Der entpuppte sich am Felixsee dann allerdings als Übung, damit im Notfall jeder lebensrettende Handgriff wie das Auslegen der Leitern, deren Sicherung sowie die Eigensicherung der Feuerwehrkameraden mittels Rettungsknoten sitzt.
Solche Einsatzsimulationen seien immer von der Witterung abhängig, von tragfähigem Eis und einer genügenden Tiefe, damit die Personenrettung aus dem Eis authentisch wirke, betont Amtswehrführer Lars Mudra, der die Übung organisiert und koordiniert hat. Vielleicht die letzte Möglichkeit in diesem Winter.
 
Quelle: Lausitzer Rundschau, Artikel vom 19.02.2021, Angela Hanschke

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